Etwas Besonderes ist wohl immer, wenn das Bühnenweihfestspiel Parsifal auf die Bühne kommt. Doch diese Aufführung schlug bereits im Vorfeld große Wellen. Ein Werk Richard Wagners am Ort, wo der Meister einst selbst wirkte, dazu fast 40 Jahre keine neue Inszenierung dieses Stücks an der Semperoper und zudem erst die zweite Neuproduktion, die Daniele Gatti als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden leitete: viel Aufmerksamkeit, Neugier und große Erwartungen begleiteten diese Parsifal-Inszenierung.
Auch für den Sinfoniechor ist es eine besondere Produktion, allein schon aufgrund der vielfältigen chorischen Parts: Die Damen und Herren sind in den Höhenchören, als mönchsartige Bruderschaft der Gralsritter und als protestierende Demonstranten gefragt. Entsprechend intensiv war die musikalische und szenische Probenarbeit für diese Inszenierung in der Regie von Floris Visser, die am 22. März Premiere feierte und vom Publikum mit großen Emotionen aufgenommen wurde. (mh)